Der Hockey-Club Ludwigsburg hat bei der Deutschen Hallenhockey-Meisterschaft der U16 in Lübeck für Aufsehen gesorgt. Als Außenseiter ins Turnier gestartet, belegte das Team am Ende einen hervorragenden sechsten Platz – und verpasste den Einzug ins Halbfinale nur knapp.
Trainer Raphael Schmidt zeigte sich nach dem Turnier zufrieden, aber auch etwas nachdenklich: Ein sechster Platz auf nationaler Ebene sei ein großer Erfolg, dennoch wäre mit etwas mehr Konstanz sogar noch mehr möglich gewesen.
Nicht nur sportlich, sondern auch auf den Rängen überzeugte der HCL. Die zahlreichen mitgereisten Fans sorgten während des gesamten Wochenendes für eine beeindruckende Atmosphäre und machten lautstark auf sich aufmerksam. Selbst die Kommentatoren des Livestreams lobten die Stimmung in der Halle.
In der Gruppenphase überraschte Ludwigsburg gleich mehrfach. Zum Auftakt erkämpfte sich das Team ein 3:3-Unentschieden gegen den späteren Deutschen Meister RW Köln – ein Spiel, in dem sogar ein Sieg möglich gewesen wäre. Auch im zweiten Gruppenspiel bewies die Mannschaft große Moral: Gegen die favorisierten Zehlendorfer Wespen drehte der HCL einen Rückstand und gewann mit 3:2. Nach zwei Spielen stand Ludwigsburg damit an der Tabellenspitze der Gruppe.
Im entscheidenden dritten Gruppenspiel gegen den Mannheimer HC geriet das Team jedoch früh in Rückstand und fand nicht mehr richtig ins Spiel. Die Partie endete mit einer Niederlage. Dennoch bestand weiterhin die Chance auf das Halbfinale – allerdings abhängig vom Ausgang der letzten Gruppenbegegnung. Da Köln sein Spiel gewann, blieb dem HCL schließlich nur das Spiel um Platz fünf.
Dort fehlte nach einem intensiven Turnierwochenende etwas die letzte Energie, und gegen den Titelverteidiger Klipper Hamburg unterlag Ludwigsburg mit 2:4. Deutscher Meister wurde RW Köln, das im Finale den Harvestehuder THC besiegte.
Auch wenn das Halbfinale knapp verpasst wurde, kann die U16 des HCL stolz auf ihre Leistung sein. Das Team hat gezeigt, dass es mit den besten Mannschaften Deutschlands auf Augenhöhe spielen kann – eine starke Leistung und ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung.
Mit dabei vom OHG:
Moritz Durst, Simon Schilling, Simon Köhler, Gerard Mercader, Philipp Kimpel, Niklas Mader, August Fischer, Jakob Hauger, Leander Rommeley, Amaury Rouquette und Co-Trainer Severin Schmidt.
Weitere Spieler: Jakob Peifer, Norwin Herbst und Trainer Raphael Schmidt


